Die Musiklandschaft in Oberösterreich

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer

Mag. Thomas Stelzer
Landeshauptmann

Das Land Oberösterreich ist seit vielen Jahren unbestritten ein international anerkanntes Musikland. Neben den zahlreichen Musikerinnen und Musikern, Komponistinnen und Komponisten in Oberösterreich bedarf es aber auch einer entsprechenden „musikalischen Infrastruktur“ für alle jene, die an der Weiterentwicklung dieser Erfolgsgeschichte interessiert sind und sich dafür einsetzen.

Eine dieser „musikalischen Schnittstellen“ ist die Musiksammlung des Landes Oberösterreich, bestehend aus dem Anton Bruckner Institut Linz, dem Forum Zeitgenössisches Musikschaffen, der Musikpädagogischen Bibliothek und dem Volksliedarchiv. Sie dient als Archiv und Anlaufstelle für Musikbegeisterte. Mit ihr setzt Oberösterreich nicht nur einen wichtigen Meilenstein in der Förderung der Zeitgenössischen Musik, sondern sie sieht sich insbesondere als Netzwerk, als Sammelpunkt all dieser hervorragenden Ergebnisse musikalischen Schaffens.

Die Musiksammlung des Landes Oberösterreich zeigt auch, dass sich das Thema Komposition nicht auf die „klassischen“ Werke von Mozart, Bach, Bruckner oder Verdi beschränkt. Sie ist also keine statische Einrichtung, sondern entwickelt sich mit den neuen Kompositionen immer weiter und spiegelt die Vorlieben der jeweils aktuellen Gesellschaft wider.

Aus all diesen Gründen ist die Musiksammlung des Landes Oberösterreich eine wichtige wegweisende Einrichtung, die zugleich als Leistungsschau unserer Zeitgenössischen Musik dient.

Mag. Thomas Stelzer
Landeshauptmann

Leitgedanke der OÖ Musiksammlung

Zusammen mehr erreichen: Dieses Motto steht über der Musiksammlung des Landes Oberösterreich. Drei Institutionen, die vier Fachbereiche vertreten, arbeiten auf der Plattform der Musiksammlung des Landes gemeinsam, mit dem Ziel, das Musikland Oberösterreich zu stärken. Das Anton Bruckner Institut, das Forum zeitgenössisches Musikschaffen, die musikpädagogische Bibliothek des Landesmusikschulwerkes und das Volksliedarchiv leisten so ihren Beitrag zum Gelingen des einmaligen Projektes Musiksammlung. Es ist ein Brückenschlag in mehrfacher Hinsicht: zwischen den Institutionen und Fachbereichen genauso, wie zwischen erhaltenswertem und traditionellem, sowie zukunftsweisenden und innovativem Musikschaffen. Das Land Oberösterreich hat die Initiative dazu ergriffen, um gemeinsam mit dem Anton Bruckner Institut und dem OÖ. Volksliedwerk einen Schritt in die Zukunft des Musiklandes Oberösterreich zu setzen.

Diese Zukunft wird im Kulturland Oberösterreich auf mehreren Ebenen gestaltet: über die musische Bildung im Landesmusikschulwerk, die Anton Bruckner Privatuniversität des Landes, das Bruckner Orchester bis hin zum Neubau des Musiktheaters. All dies sind Bausteine, die in ihrer Gesamtheit eine wesentliche Säule des Kulturlandes Oberösterreich bilden. Die Musiksammlung des Landes fügt sich in dieses Bild ein. Ihr Anliegen ist es, das umfangreiche Wirken oberösterreichischer Musikschaffender in gedruckter, elektronischer und konzertanter Form zu erhalten und zu pflegen. Eine sachgerechte und nachhaltige Förderung des oberösterreichischen Musikschaffens wird so möglich. Musik sammeln bedeutet Musik (er-)leben, Musik vermitteln, Musik erforschen. Die Musiksammlung des Landes Oberösterreich bietet allen Interessierten und Neugierigen die Grundlage dafür.

Aufgaben und Ziele der Musiksammlung

1. Sicherung – Archivierung – Katalogisierung - Dokumentation des zeitgenössischen und historischen Musikschaffens oö. KomponistInnen

  • Sachgerechte Aufbewahrung der musikalischen Bestände: Belegexemplare geförderter Werke von Landeskulturpreisträgern, Anton Bruckner-Stipendiaten, Kompositionsaufträgen- und stipendien des Landes, Preisträgern des oö. Talentförderungspreises, Preisträgern des Projekts "Klangfluss"
  • Sachgerechte Aufbewahrung der dokumentarischen Bestände: Tonträger, Briefe, Berichte, Texte, Bücher, Presserezensionen etc.
  • Sammlung und Archivierung von Vorlässen, Handschriften und Skizzenmaterial oö. KomponistInnen
  • Übernahme und sachgerechte Aufbewahrung von Nachlässen
  • Übernahme bestehender Archive von KomponistInnen, InterpretInnen, Klöstern, Stiften, Privatsammlungen, Orchestern, (Kirchen-)chören, Hausmusikkreisen etc.
  • Selbständiges Sammeln

2. Publikation und öffentlicher Zugang des katalogisierten Bestandes
in Form von:

  • Ausstellungsräumlichkeiten
  • Homepage
  • Online - Katalog
  • Bruckner Symposiums- und Tagungsbände
  • Brucknerjahrbuch, Dokumente und Studien
  • Informationszeitschrift "TOÖNE"
  • Herausgabe Reihe "Komponistenportraits"
  • Publikationen des Oö. Volksliedarchivs für den praktischen Gebrauch
  • ORF–Reihe "Treffpunkt Neue Musik" - Kooperation mit dem ORF
  • CD- Reihen und Rundfunkprojekte

für:

  • Studium
  • Forschung
  • Dokumentation

3. Konzerte
für besondere, oder aktuell erworbene oder geförderte Werke vor allem in Partnerschaft mit allen oö. Konzertveranstaltern

4. Dialog / Forum
Diskussionsplattform für KomponistInnen, InterpretInnen, Wissenschaft und Öffentlichkeit