...schickt sich wahrscheinlich nicht in einem so ernsten Konzert

Zehn Sätze aus "Leutnant Gustl" von Arthur Schnitzler für Violine, Violoncello und Klavier

Aus der Fülle von Anregungen und Gedanken zu diesem Stück, das ich für das
Altenbergtrio geschrieben habe, streiche ich zwei heraus, die mir auch für den
Zuhörer interessant erscheinen.
Da ist zum einen mein berufliches „Doppelleben“ als Komponist und Veranstalter.
Aus den damit verbundenen Erfahrungen habe ich diese zehn Sätze aus dem Beginn
von Arthur Schnitzlers Erzählung Leutnant Gustl, in denen die Hauptfigur Gustl
seinen Gedanken beim Besuch eines Oratoriums freien Lauf lässt, ausgewählt und
für mich formal und dramaturgisch schlüssig aneinander gereiht.
Als zweiter Punkt hat mich die literarische Darstellungsform des „Inneren
Monologs“ inspiriert. Typisch für einen „Inneren Monolog“ sind neben dem Prinzip
der freien Assoziation kurze, unvollständige, gebrochene oder oftmals
fragmentierte Sätze. In einigen Sätzen hab ich den Sprachrhythmus des Satztitels
als Grundlage der musikalisch rhythmischen Textur verwendet. In anderen Sätzen
wiederum habe ich der Assoziation an bekannte Musikstücke (Das Gebet einer
Jungfrau von Thekla Badarczewska) freien Lauf gelassen.
Helmut Schmidinger

Dauer: ca. 10 Minuten

Violine, Violoncello, Klavier

Standardbild

: 2004

Uraufführung:

15.04.2004, ORF Landesstudio OÖ

:

Partitur

:

Forum Zeitgenössische Musik