...dass sie schatten und licht geben...

ein Liedzyklus nach Brieftexten von Wolfgang Amadeus Mozart für Bariton und Orchester

Ich kann nicht Poetisch schreiben; ich bin kein dichter. Ich kann die redensarten nicht so künstlich eintheilen, dass sie schatten und licht geben; … ich kan es aber durch töne; ich bin ein Musikus.“
(Mozart in einem Brief am 8. 11. 1777 an seinen Vater)

Der Komponist und Musikus Mozart scheint mir als Bezugspunkt im 21. Jahrhundert und besonders im Mozartjahr 2006 doch sehr „ausgebeutet“. So habe ich mich nach der Lektüre sämtlicher seiner Briefe entschlossen, den unter Komponisten bisher weitgehend unbeachteten „Briefeschreiber“ Mozart, der mehr als die viel zitierten „Bäsle-Briefe“ verfasst hat, als Textquelle für einen Liederzyklus zu verwenden.
Die von mir im Dialog mit Wolfgang Holzmair getroffene Auswahl der Briefe ist nicht chronologisch, sondern folgt einer inneren Dramaturgie, die von Briefen an seine Frau über Briefe mit Sprachspielereien und Kommentare über Kollegen bis zu Äußerungen über Trost und Tod reichen.
Mozart zeichnet sich in seinen Briefen als unglaublich witziger, zugleich ernster, mitunter derber und berührender Sprachspieler aus, so dass seine Texte für mich sehr wohl viel „schatten und licht geben“.
(15. 10. 2006)

Dauer: ca. 20 Minuten

...für Wolfgang Holzmair komponiert.
Faye Ferguson in aufrichtiger Dankbarkeit gewidmet.

Die Partitur ist in C notiert (Der Kontrabass klingt eine Oktave tiefer als notiert)

2 Flöten (1. auch Piccolo), 2 Oboen, 2 Klarinetten in B, 2 Fagotte, 2 Hörner in F, 2 Trompeten in C, Perkussion (4 Pedalpauken, kleine Trommel, große Trommel, 3 Tomtoms (hoch mittel tief), 4 Holzblöcke, Triangel, 1 Paar Doppelbecken, Hängebecken), Bariton, Violine I (8), Violine II (6), Viola (4), Violoncello (4), Kontrabass (2)

Standardbild

: 2006

Uraufführung:

16.11.2006, Brucknerhaus Linz

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Brucknerhaus Linz

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Partitur

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Forum Zeitgenössische Musik