like a bouncing ball

für Trompete (C), Tenorposaune und Schlagzeug

Gedankliche Grundlage zu meiner Komposition ist das tibetische Totenbuch, Bardo Thödol (wie schon für meine Komposition „7 Gedanken zum Bardo Thödol“ für ein beliebiges Instrument und Raumklang). Ein Buch, das 49 Tage im Zwi-schentodreich, also den Zeitraum vom physischen Ableben bis zur Wiederge-burt, beschreibt.
In einem Kommentar zum tibetischen Totenbuch heißt es, dass man sich die 49 Tage bis zur Wiedergeburt wie einen Ping Pong Ball vorstellen kann, der im-mer kürzer aufspringt bis er zur Ruhe (Wiedergeburt) kommt. Das Symbol ei-nes 7 x aufspringenden Balles zieht sich wie ein roter Faden durch die Kom-position „like a bouncing ball“, wie überhaupt die Zahl 7 nicht nur symbo-lisch, sonder wesentlich ist für die Improvisationen für Trompete(C), Te-norposaune (C) und Schlagwerk, ebenso 4-malige Wiederholungen als Symbol des Lebenskreises.
In „like a bouncing ball“ zitiere ich aus dem Improvisationsbuch zur Kompo-sition „7“ folgende Teile:
„Grundvokale“, „Strom – Unterbrechung – Strom“, „absinken“, balancierende Nadel“, „Umkehrung“, „hirnbetäubendes Beben“, „Strahlung klaren Lichts“, „mystischer Gesang“.
Alle Tempoangaben sind variabel, die Angaben über Dämpfer sind nicht end-gültig, die Posaune kann zwischen 3 Improvisationen wählen, die sie bis zur Seite 9 u. ständig wiederholt, der Schlusston be, Be – kann in verschiede-nen Oktavlagen gespielt und gleichzeitig gesungen werden, denkbar ist auch, dass der Schlagzezeugspieler, die Schlz.-spielerin ein be mitsingt und die-ses in 1/8 und 1/4 - Tönen variiert.
14'

Trompete(C), Tenorposaune(C), Schlagwerk: Ping Pong Ball auf Glasplatte, 1e Pauke, ca. 5 verschiedene Tam Tams, 1 Becken.

Standardbild

: 2008

Uraufführung:

01.11.2008, Linz

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Partitur

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Forum Zeitgenössische Musik